2. September 2019, 5:25 pm Veröffentlicht von Gerhard Mann

Seit dieser Saison steht Andreas Thiel als Spielertrainer des SV Fahlenbach auf dem Platz. Für den 27-jährigen ist es die erste Station im Herrenbereich.

 

Wie kam es dazu, dass du nach Fahlenbach gegangen bist?

Ich muss zugeben, eigentlich wollte ich gar nicht. Ich war schon etliche Jahre Jugendtrainer bei der SpVgg Langenbruck und dort hat es einfach gepasst. Die Jungs waren super und wir hatten Erfolg. Aber wenn wir höher hinauswollen, hätte ich als Aktiver wohl aufhören müssen und das wollte ich dann doch nicht, dafür bin ich immer noch zu fußballverrückt! Im Herrenbereich habe ich erst zwei Spiele verpasst, da habe ich aber mit Rot gefehlt. Meine Frau weiß auch schon: Urlaub geht grundsätzlich nur in der Sommerpause!

Ich habe also gerade meine B-Trainerlizenz fertig gemacht. Dann haben mich Harry und Daniel (Harald Hoferer und Daniel Feierle, Anm.) angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte in Fahlenbach Spielertrainer zu werden. Und gleich vom ersten Gespräch an hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Ich hab im Herrenbereich nur in Langenbruck gekickt und da wusste ich schon auf was ich mich einlasse – da sind sich die beiden Vereine sehr ähnlich.

 

Was sind deine bisherigen Eindrücke in Fahlenbach?

Das Umfeld ist super und bisher haben wir immer 18 bis 19 Leute im Training, die alle gut mitziehen und motiviert sind. Die Truppe ist jung und jeder Einzelne ist super drauf. Wir haben zwar keinen wirklich überragenden Spieler im Kader, der alle in den Schatten stellt, sondern viele sind auf einem ähnlich gutem Niveau. Da kann ich ohne Probleme 17 oder 18 Spieler in der Ersten mitnehmen. Ich finde es leider total schade, dass ich nicht immer alle spielen können. Trotzdem wird jeder seine Chance erhalten und ich hoffe, dass wenn mal einer in der Reserve spielt, dass er weiter motviert bleibt.

 

Was war Dein bestes Spiel als Spieler bisher?

(überlegt sehr lange) In meinem ersten Spiel im Herrenbereich habe ich gleich 6 Buden gemacht.

Ansonsten, das intensivste Spiel war in der Relegation gegen Pförring, da glaub ich war ich über die gesamten 120 Minuten nicht so schlecht. Wir gingen schnell mit 2:0 in Führung, Pförring glich dann nochmal aus und verschoss einen Elfer in der Nachspielzeit, in der Verlängerung gingen wir schnell wieder in Führung, Pförring glich aber wieder aus und im Elferschießen haben wir dann den ersten gleich versemmelt. Wir haben dann aber doch noch gewonnen. Die Zuschauer haben einiges für ihre 5 Euro Eintritt bekommen!

 

Was kann man sich von den Profis abschauen?

Da sind wir viel zu weit weg, das kann man garnicht mehr vergleichen. Bis zur Kreisklasse, vielleicht noch zur Kreisliga sollte rein der Spaß im Vordergrund stehen. Was aber nicht heißen soll, dass man sich generell am Samstagabend niederbügeln sollte und am Sonntag nicht mehr kicken kann. Etwas „professionell“ sollte man sich schon verhalten, damit etwas Struktur drin ist und das sehe ich als meine Aufgabe an den Spielern mitzugeben. Trotzdem, wie gesagt: Der Spaß sollte im Vordergrund stehen und ich möchte so viele Leute wie möglich für’s Training begeistern, der Rest kommt dann schon, davon bin ich überzeugt.

 

Und was ist Dein Lieblingsverein?

Borussia Dortmund. Und ich muss gleich dazu anmerken, nicht erst seit 2012, sondern schon viel länger. Wobei ich zugeben muss mein erstes Trikot war von den Bayern, mit Klinsmann hinten drauf.

 

Was sind die Saisonziele?

Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen und das ist mit dieser Mannschaft auf jeden Fall drin.